wado tWadō-Ryū ist eine japanische und traditionelle Stilrichtung des Karate.

Die Bedeutung von "Wadō" ist gleichzusetzen mit "der Weg des Friedens". "Ryū" bedeutet soviel wie "Schule".

Sie ist eine der vier großen japanischen Stilrichtungen. Gründer dieses Stils war Prof. Hironori Ōtsuka, Schüler von Gichin Funakoshi. Ōtsuka war ein Meister des Jiu-Jitsu, eine in Japan ausgeübte Kampfkunst, die ebenso wie das Okinawanische Karate von der Chinesischen Kampfkunst beeinflusst war. Ōtsuka kombinierte das von Funakoshi unterrichtete Karate mit Techniken des Jiu-Jitsu und verkürzte die Bewegungen und Stellungen.

 

Durch die Einflüsse des Shindo Yoshinryu Jiu Jitsu sind die Bewegungen kleiner, die Stellungen kürzer und im Kumite werden vor allem Ausweichbewegungen geübt, direkte Konter aber auch Hebel und Würfe angewandt.

 

Bei der Ausführung der Kata sind gegenüber dem Shotokan die größten Unterschiede festzustellen:

Wadō-Ryū-Katas haben ein leichteres, weniger kraftvolles Erscheinungsbild, sind ökonomisch in der Bewegung, verlieren dadurch jedoch nicht die Wirksamkeit der Technik.

 

Diesem Prinzip entsprechend liegt im Wadō-Ryū der Hauptakzent auf der Bewegung des Körpers (tai sabaki). Tai Sabaki ist eine minimale Ausweichbewegung, deren Ziel es lediglich ist, aus der zentralen Angriffslinie herauszukommen.

 

Somit ist es mögliche mit kurzen und kraftsparenden Bewegungen einem Angriff auszuweichen und diesen an einer schwachen Stelle des Gegners zu kontern.